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Wiederverwendbare und müllfreie Verpackung: Die Kiezbett-Lösung kurz vorgestellt


Neulich ging im Social Media eine Diskussion um die Sinnhaftigkeit wiederverwendbarer und müllfreier Verpackung auf. Dabei kamen einige Fragen auf, die wir im Rahmen dieses Blogbeitrags klären möchten.

Kiezbett Repack Verpackungstaschen im Fotostudio
Neulich ging im Social Media eine Diskussion um die Sinnhaftigkeit wiederverwendbarer und müllfreier Verpackung auf, als die Bloggerin Peppermynta über RePack berichtete. RePack ist eine finnische Verpackungsfirma, mit denen wir auch unsere wiederverwendbare Verpackung optimal angepasst an das Umziehwunder Kiezbett entwickelt haben und aktuell für das neue Stauraumbett weiterentwickeln. Dabei kamen einige Fragen auf, die wir im Rahmen dieses Blogbeitrags klären möchten.

Erfahrung einer Kundin

Die Bloggerin Peppermynta berichtete über ihre Erfahrung mit uns: Die drei robusten Taschen von RePack mit den Einzelteilen des Massivholzbetts konnten nach dem Aufbau des Betts problemlos in der größten der drei Taschen verstaut werden. Diese schickte sie per Post zurück an uns – nicht nach Finnland zu RePack - und erhielt daraufhin das Verpackungspfand zurück. Ihr Eindruck war, dass diese Taschen ewig halten. Begeistert zeigte sich Peppermynta davon, „dass am Ende nichts vermüllt war. Wenn ich dran denke, wieviel Müll man z.B. bei einem IKEA Bett gehabt hätte ?"

Das Kiezbett-Verpackungssystem ist müllfrei und wiederverwendbar

Die Bloggerin hat unseren Verpackungsansatz schon ganz richtig beschrieben. Wir möchten hier noch ein paar Details ergänzen.

  1. Zum Material: Die Verpackungen sind aus Filz und recyceltem Polypropylen. Wir verpacken unsere Kiezbetten in Filz. Die in Filz ummantelten Bauteile kommen dann in eine Umverpackung. Die Umverpackung besteht aus einer großen Tasche aus recyceltem Polypropylen. Wir arbeiten gerade mit RePack an neuen Taschen für unsere neuen Produkte (Stauraumbett, Kinderbett). Hierbei versuchen wir den Recycelten Polypropylen-Anteil noch weiter zu reduzieren. Wir brauchen jedoch immer eine wasserabweisende Umverpackung, da wir unter anderem mit dem Lastenrad ausliefern.
  2. Bei dem Design unseres Betts haben wir die Verpackung bzw. den Transport bereits mitberücksichtigt: Wiederverwendbarkeit und Müllfreiheit waren von Anfang an Ziele von Kiezbett. Auf dieser Basis haben wir mit RePack Verpackungen designt.
  3. Unsere Lastenradler innerhalb Berlins nehmen die Verpackung üblicherweise direkt wieder mit.
  4. Außerhalb Berlins senden die KundInnen die Verpackung an uns zurück und erhalten im Anschluss 80€ Pfand wieder. Gleiches gilt für Selbstabholer. (Stand 05/2019)
  5. Dabei bleibt die Kiezbett-Verpackung unverpackt, da sie als Reisegepäck von der Post angenommen wird. Es werden also keine Kartonagen oder andere Einweg-Verpackungen für die Rücksendung benötigt.
  6. Die Verpackung – sowohl Filz als auch die Umverpackung - kommt bei uns an und wird direkt wiederverwendet, um weitere Kiezbetten zu versenden. Dabei entsteht keinerlei Anreiz für Mehrkonsum.

Kiezbett Selbstabholer trägt Taschen selbst

Nach der Gründung von Kiezbett 2016 haben wir 55 Taschensets der Verpackung produziert. Diese sind nach wie vor unversehrt und im Einsatz. Wir gehen momentan davon aus, dass wir diese Taschen auch noch mindestens 10-20 weitere Jahre verwenden können. Mindestens. Die Taschen stehen da wie neu, auch nach ihrem vielfachen Einsatz. Wir sind selbst überrascht.
Jede_r die_der sich einen Blick hinter die Kulissen verschaffen möchte bei uns ist herzlich eingeladen bei uns vorbei zu schauen und uns zu schreiben. Es gibt nichts zu verbergen, wir geben unser Bestes.


RePack-Mehrwegsystem

Übrigens haben wir dieses System mit RePack explizit für uns entwickelt. RePack setzt standardmäßig auf ein anderes System, das nicht optimal zu uns gepasst hätte. Christine Braun, Business Development bei RePack beschreibt ihr Mehrwegsystem bei reset.org so:

„Um zu funktionieren, muss das System für Onlineshops wie für Kunden gleichermaßen einfach und interessant gestaltet sein. Als Kundin wähle ich RePack beim Onlinekauf als meine gewünschte Verpackung aus oder der entsprechende Onlineshop nutzt RePack sowieso als einzige Verpackungsoption. Nach dem Erhalt meiner Ware kann ich die leere Verpackung ganz einfach und kostenfrei als Briefsendung über jeden Postkasten auf der ganzen Welt zurückschicken. Durch das integrierte Rücksende-Etikett findet die Verpackung ihren Weg zurück in den Kreislauf. Ist die leere Verpackung an ihrem Bestimmungsort angekommen, erhalte ich als Belohnung einen Gutschein, der in jedem Onlineshop, der RePack als Verpackungsalternative anbietet, eingelöst werden kann.“

Wiederverwendbare Packung ist beinahe alternativlos

So oder so: Wiederverwendbare Verpackung stellt eine Win-Win-Win-Situation für unsere Kunden, unsere Unternehmung und das große Ganze dar. Einweg Verpackung erzeugt Müllberge, die wir nicht akzeptieren sollten. Wer glaubhaft nachhaltig sein will, muss sich hier klar positionieren. Denn 80% der Verschmutzung der Ozeane und 2/3 des Mülls auf Mülldeponien ist Verpackungsmüll. Das North Pacific Gyre, eine sogenannte Plastik-Todeszone und bekannt als der große pazifische Müllstrudel, bedeckt ein relativ feststehendes Gebiet, das doppelt so groß ist wie Texas. Wo soll das hinführen? (Quelle: Kronus)

Doch wiederverwendbare Verpackung ist nicht nur notwendig, um unsere eine Welt zu schützen. Sie kann auch aus unternehmerischer Perspektive nützlich sein. Ab einer gewissen Häufigkeit der Wiederverwendung rechnen sich die anfangs höheren Herstellungskosten der Verpackung – sie sollte also nicht per Stück kalkuliert werden, sondern an ein neues, nachhaltiges Unternehmensverständnis angepasst werden. Des Weiteren entfällt der Faktor Entsorgung bei wiederverwendbarer Verpackung und das Risiko von Bruch bei der Auslieferung lässt sich durch die auf das Produkt optimierte Verpackung reduzieren.

Fazit: Wiederverwendbare Verpackungen rocken

Die EU hat bereits eine Strategie zur Reduzierung von (Einweg-)Plastikverpackung aufgelegt. Wir sind bereits gerüstet. In Kreisläufen zu denken ist einfach mal der fucking richtige Weg. Es ist die moralische Verantwortung von zukunftsorientierten Unternehmen.

Unser nächster Schritt ist eine CO2 Bilanzierung unserer gesamten Stoffkette an, um unseren Einfluss besser sichtbar machen zu können. Soweit die CO2 Bilanzierung das abzubilden vermag. Falls du ein besonders tolles Modell kennst, um die Wirksamkeit impactorientierten Unternehmertums darzustellen: Immer her damit!

Habt's Gut und bis bald ihr Lieben!

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