Eine Liebeserklärung an die Kiefer

Kiefernbäume im Wald

Kein Baum ist so überlebensfähig wie die Kiefer. Sie hat sich rasant über die Kontinente verbreitet und zählt in Deutschland zu der wichtigste Wald- und Wirtschaftsbaumart. Aus ihrem elastischen Massivholz lassen sich hervorragend Treppen, Fußböden und Möbel aller Art herstellen. Doch eilt ihr ein negativer Ruf voraus. Es mag wohl an den altmodischen Möbeln aus dem letzten Jahrtausend liegen, die das Holz der Kiefer in ein schlechtes Licht gerückt haben. Zu Unrecht, meinen wir. Es ist an der Zeit die Kiefer in ihrer wahren Schönheit und Stärke erstrahlen zu lassen.

Ein Überlebenskünstler, der die Welt erobert

Die Kiefer (Pinus spec.) ist wie der Homo sapiens unter den Baumarten. Ein wahrer Überlebenskünstler, der sich sein Territorium zu eigen macht und sich wie keine andere heimische Baumart über Europa, Asien bis hin zur südlichen Steppe und den nördlichen Polarkreis ausgebreitet hat. An sich ist die Kiefer relativ konkurrenzschwach, da sie viel Licht braucht. Ihr Schwäche ist aber gleichzeitig ihr größter Vorteil, denn sie sucht sich Orte, die von den meisten Baumarten nicht bewohnt werden können. So gedeiht sie vortrefflich auf sehr trockenen Sandböden oder in Felsritzen. Anders als die meisten anderen Baumarten kommt sie nämlich mit sehr wenig Wasser und Erde aus, was ihr einen immensen Vorteil verschafft. Sie ist somit einer der wenigen Arten, die weniger stark vom Klimawandel und immer häufigen Waldbränden zu leiden haben.

Kronen der Kiefern

Heute ist die Kiefer in fast allen Wäldern vertreten und dominiert oftmals sogar die Flora. In Deutschland nimmt sie 23% der Waldflächen ein, und in Brandenburg sogar 71%. Und nicht nur bei uns zu Lande, auch in ganz Mittel- und Nordeuropa tritt die Kiefer auffällig häufig in Erscheinung. Grund dafür ist die großflächige Förderung und Verbreitung durch den Menschen. Schon vor vielen hundert Jahren erkannte man ihr ökonomisches Potenzial, nämlich einen reichlichen Holzertrag bei sehr einfachen Bodenbedingungen. Sie war auch die Baumart, die nach einer großflächigen Waldrodung die zügige Wiederbewaldung erst möglich machte. Wie kommt es, dass die Kiefer so beliebt ist? Was veranlasst uns dazu, sie so konsequent zu erhalten und zu fördern?

DIE KIEFER UND IHRE GESCHENKE AN UNS

Warst Du schon mal in einem Kiefernwald spazieren?
Du wirst dich an diesen unbeschreiblichen Duft erinnern, der schwer und gleichzeitig angenehm wohltuend Deinen  Geruchssinn verwöhnt hat. Genau dieser Duft findet in der Heilkunde und auch in der Kosmetik große Beliebtheit. So werden Kiefernölextrakte aus Nadeln unter Anderem als Duft- und Massageöle, Badezusatz und Saunaaufgüssen verwendet.
Aber nicht nur ihr Duft verschönert uns die Sinne und lässt uns tief entspannen. Auch das Massivholz der Kiefer lässt sich bestens zu Möbeln aller Art, Treppen, Fenstern, Türen und Fußböden verarbeiten

MÖBEL AUS KIEFERNHOLZ

Kiefernmöbel bestehen aus “weichem” Holz und können mit einer langen Lebensdauer und Robustheit überzeugen. Doch leider entsprechen sie nicht immer unserem ästhetischen Anspruch. Viele von uns erinnern sich mit Grauen an die Möbel aus alten Kindheitstagen. Die Farbe und auch die Haptik durch die vielen Astlöcher war nicht gerade das, was man edel, elegant oder einfach auch nur schön nennen konnte. Dass das anders geht, wollen wir mit unseren Massivholzbetten beweisen.

Der Fuchs sagt Danke an den Wald: Kiezbett

Die Quelle unserer Massivholzbetten

Wir von Kiezbett haben uns bewusst für die Märkische Kiefer aus Berlin und Brandenburg entschieden, da sie durch ihr reiches Vorkommen in und um Berlin unseren Anspruch an Regionalität erfüllt. Unsere KollegInnen im Forst begutachten vor Ort die Bäume persönlich, und wählen sorgfältig die besten Stücke aus.  Die Stammware wird danach im Sägewerk noch einmal auf die beste, astfreie Qualität überprüft, bevor es von einem Tischlermeister in unserer Werkstatt hochwertig verarbeitet wird. Wir verwenden für unsere Massivholzbetten nur die besten “Filet-Stücke”, und wollen das Potential von Kiefernmöbeln mit einem modernen Design in die heutige Zeit holen, und damit dem “Möbeltrauma” aus früheren Tagen etwas entgegensetzen.

Was modernes Design kann: Links herkömmliches Kiefernholzbett, Rechts Kiezbett Massivholzbett

Bettvergleich: Links herkömmliches Bett, Rechts Kiezbett

Holzpflege:

Der natürliche Feind von Massivholzmöbeln ist Wasser. Um ein Aufquellen oder Faulen des Holzes und unschöne Flecken zu verhindern, solltest Du Wassertropfen nicht lang auf dem Holz stehen lassen. Abgesehen davon gibt es eine Vielzahl von Pflegeprodukten.
Informationen zur richtigen Pflege von Kiefernmöbeln, findest Du in unserem Beitrag zur natürlichen Holzpflege.

Wald und Nachhaltigkeit: Diversität ist der Schlüssel

Die vom Menschen einseitig geförderte Verbreitung bestimmter Arten in den letzten Jahrhunderten führte zu einer zunehmenden Monokulturlandschaft, welche sich nicht nur in der Landwirtschaft wiederfindet, sondern auch in unseren Wäldern.
In Mittel- und Nordeuropa gibt es zunehmend Monowälder, die von einer Baumart dominiert werden. In Brandenburg zum Beispiel ist es die Kiefer, die ¾ des Baumbestandes ausmacht. Das hat weitreichende Konsequenzen auf Artenvielfalt, Klimawandel, Waldbrände und Schädlingsbefall.

Warum sind Mischwälder besser als Monowälder?

  • größere Artenvielfalt von Flora und Fauna
  • Klimafaktor: Mischwälder binden CO2 länger und stabiler
  • Mischwälder sind resilienter gegen Trockenheit und widerstandfähiger gegen Schädlinge 
  • Mischwälder sind produktiver als Monokulturen durch bessere Licht- Wasser und Bondennährstoffversorgung 
  • Mischwälder verhindern die Waldbrandgefahr 

 Von der Theorie zur Praxis:

Gründer Steve bei der Baumpflanzaktion von Kiezbett

Um die Natur zu stärken und nachhaltig zu wirtschaften, haben wir von Kiezbett es uns zur Aufgabe gemacht, für jedes verkaufte Kiezbett in Berlin vier Bäume und für jedes verkaufte Bett außerhalb Berlins zehn Bäume nachzupflanzen. Um den Laubholzanteil in Kiefernmonokulturen zu fördern, wurden seit der Gründung von Kiezbett in den letzten drei Jahren insgesamt 3000 Eichen, Buchen und Linden gepflanzt. Kiezbett-Gründer und Forstingenieur Steve formuliert es so: "Unsere Baumpflanzaktionen haben das Ziel, dass wir die lokalen Kiefernwälder mit Laubbäumen unterbauen und die ehemaligen Kiefern-Monokulturen klimastress toleranter machen.”
Der von der Bundesrepublik geförderte Waldumbau führte in den letzten Jahrzehnten zu einem deutlichen Anstieg an Mischwäldern: Heute gibt es in Deutschland wieder über 70 % Mischwälder, die erheblich zu einer größeren Artenvielfalt und einer stärkeren CO2 Bindung führen, und somit nachhaltig zur Klimaverbesserung beitragen.

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