Kooperation mit Demeter: Was ist Nachhaltigkeit für dich?

Wow! Wir sind so voller Dankbarkeit für die tolle Kooperation mit Demeter. Wir konnten auf deren Facebook-Seite ein Kiezbett verlosen und haben dafür einen tollen, umfassenden Blick auf das Thema Nachhaltigkeit erhalten. In diesem Blogbeitrag teilen wir die zentralen Erkenntnisse aus über 1.000 (!) Kommentaren.

Die Vorgeschichte

Es war magisch. Die Social Media Kollegin von Demeter kam zu uns in den Laden, weil sie sich gern ein Kiezbett anschauen wollte. Auf die Frage, wie sie auf uns kam, verwies sie auf ihren Job und dass man sich da automatisch für nachhaltige Produkte interessiert. Wenige Stunden  später hatte sie sich für das Kiezbett entschieden und wir sprachen über weiterführende Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Drei Wochen später konnten wir diese schöne Aktion umsetzen…

 

Nachhaltigkeit: Versuch einer Definition

Wir haben uns alle Kommentare durchgelesen und fanden dabei viele sehr starke, klare Gedanken zum Thema. Was also ist Nachhaltigkeit? Ein großes Feld, das einfach alle Lebensbereiche betrifft. Es gilt sich zu überlegen, welche Auswirkungen die Dinge, die man tut, auf Dauer haben, sodass die Wunder  dieser Welt bewahrt. Ja, und wie wir unseren Konsum schonender machen können. Dazu gehört Ressourcenbewusst durch das Leben zu gehen, Dinge wiederzuverwenden und neue Produkte zu bauen, die über Generationen genutzt werden können.

So schaffen wir eine Lebensgrundlage für kommende Generationen - für Menschen,Tiere und  Pflanzen. Sehr viele sprechen in den Kommentaren die Verantwortung an, die wir als Individuen  und als globale Gesellschaft tragen. Nachhaltigkeit bezieht sich also auch auf unsere zukünftige Lebensgrundlage - auf Respekt für unsere Umwelt. Nachhaltige Wirtschaft kann wirtschaftliche Gewinne beinhalten, darf aber nicht Natur, Artenvielfalt, reine Luft etc. zerstören. Eine nachhaltige Menschheit sollte sich darauf konzentrieren, auf der Erde möglichst wenige, sich negativ auswirkende Spuren zu hinterlassen. Eine Nutzerin schrieb: “Nachhaltigkeit bedeutet nicht den schnellen Konsum von Dingen die Morgen schon wieder out sind, sondern Konsum von Qualität mit Sinn und Verstand”.

Konkrete Handlungen

Sehr viele Kommentare beziehen sich auf konkrete Handlungen, die wir berücksichtigen können, um nachhaltig zu leben. Das Titelbild des Blogbeitrags zeigt die meistgenannten Themen, die wir von Hand geclustert haben. An dieser Stelle ein paar weiterführende Infos zu den meistgenannten Handlungsoptionen für ein nachhaltigeres Leben:

  • Regionales Einkaufen bezieht sich auf allgemeinen Konsum. Genannt wurde zum Beispiel Wochenmarkt oder Metzgerei. Wichtig scheinen neben der Regionalität immer auch andere Aspekte wie zum Beispiel Bio-Siegel zu sein. 
     
  • Plastik war vor einigen Jahren noch sehr beliebt. Inzwischen sind die schweren Folgen der Verpackung in unseren Weltmeeren zu sehen - von denen wir letztlich abhängig sind. Gerade deshalb spielt Plastikfreiheit/Zero-Waste und müllfreie Verpackung für Viele eine große Rolle. 
     
  • Bei Nachhaltigkeit schwingt das Thema “Umgang mit Ressourcen” immer mit. Es geht darum, regenerativ zu denken, die Langlebigkeit der konsumierten Produkte und den CO2-Fußabdruck im Blick zu behalten. 
     
  • Ausgehend von dem forstwirtschaftlichen Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann, appellieren viele für mehr Kreislaufdenken bei Konsum und auch schon bei der Produktherstellung. 
     
  • Viele appellieren für die bewusste Suche nach Alternativen zu Auto und Flugzeug und nennen Fahrrad, Bahn, zu Fuß gehen etc.  
     
  • Naturschutz als klassisches Thema der grünen Bewegung wird ebenfalls  relativ häufig genannt. 
     
  • Gleichermaßen taucht das Schaffen von Bewusstsein auf - demnach geht es darum die eigenen Kinder zu sensibilisieren, achtsam zu sein und zu bleiben.  
     
  • Der Wegwerf-Kultur wird etwas entgegengesetzt, was früher relativ normal war: Dinge reparieren. Während es sich Generationen vor uns  aus Ressourcen-Mangel und Technologie-Mangel nicht leisten konnten, können  wir es uns heute auf Kosten der Nachhaltigkeit nicht mehr leisten, ständig Dinge neu zu konsumieren. 
     
  • Auch die weniger genannten Stichworte wie Tierschutz, Gebrauchtes nutzen, Faire Bezahlung, Essen selbst anbauen, Zero Waste, Pflanzliche Ernährung, Haltbarkeit, Saisonalität, Mülltrennung, Minimalismus oder Foodsharing sollen hier als wichtige Teilaspekte einer nachhaltigen Lebensweise genannt werden. 

Ausgewählte Kommentare aus der Demeter-Community

Neben den konkreten Handlungsoptionen hin zu mehr Nachhaltigkeit, schafften es drei Kommentare mich nachhaltig zu berühren. Ein bisschen Nachhaltigkeits-Philosophie:

“Nachhaltig bedeutet für mich vor allem denken vorm tun. Regional und saisonal einkaufen. Unverpackt und Müll zu trennen. Mit den Kleinigkeiten geht es los, die eigene Wasserflasche und wenn der Kaffee unterwegs auf Reisen dann in der eigenen Tasse. Eine Einkaufstasche habe ich immer bei mir und so wird aus vielen kleinen Tropfen ein Meer der Nachhaltigkeit. Damit auch die nächsten Generationen noch saubere Luft atmen und frisches Wasser trinken können, ist es inzwischen unerlässlich geworden nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Sei es beim tagtäglichen Konsum, beim Wirtschaften, in der Umwelt- und Energie-Politik oder rund um die Mobilität. Insbesondere Langzeitfolgen müssen stärker in Betracht gezogen werden und kurzfristiger Profitmaximierung den Riegel vorschieben, die auf Kosten der Nachhaltigkeit passiert.”

“Nachhaltigkeit, aus ethischer Perspektive, kann als Erweiterung des von Kant verwendeten Begriffs des ‚vernünftigen Handelns‘ in Form des kategorischen Imperativs verstanden werden. Damit sollten wir nach unseren eigenen Maximen handeln, vorausgesetzt diese können universale Anwendung finden, auch auf zukünftige Generationen. Damit tue nur das, was du mit deinem Gewissen vereinbaren kannst und das niemanden und nichts benachteiligt, in welcher Form auch immer.”

“Erst wenn der Schlüssel zum eigenen, nachhaltigen Glück gefunden ist, kann man verstehen, was wirklich wichtig ist für ein nachhaltiges Leben. Dazu gehört es eben nicht nur mal den Plastik-Strohhalm wegzulassen. Entscheidend ist der nachhaltige Umgang mit mir selbst. Denn wie wir mit uns selbst umgehen, werden wir auch mit unserer Umwelt umgehen. We are connected - to and with everyone and everything!”

Fazit: Nachhaltigkeit ist sehr vielfältig

Nachhaltigkeit ist ein vielfältiges und komplexes Thema. Wir von Kiezbett versuchen diesem globalen Anspruch in unserem Startup gerecht zu werden - schau dich dazu gern weiter auf unserer Website oder in unserem Shop um.
Dennoch denken wir, dass es um den aufrichtigen Versuch geht sich mit Offenheit den genannten Themen anzunähern. Niemand gehört direkt verurteilt, nur weil nicht “das Richtige” getan wird. Wir glauben an positive Bestärkung und Liebe statt strikter Unterteilung in richtig und falsch. Ein Hoch auf die Vielfalt! Ein Hoch auf viele Nachhaltigkeiten und neue Wege.